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Mittwoch, 24. Mai 2017
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DORFGESCHICHTE
Bettlach während des zweiten Weltkrieges
Die Bevölkerung wurde vom Ausbruch des zweiten Weltkrieges am 1. September 1939 arg überrascht. Nach einer ersten Orientierung der Schüler wurden die Schulen vorübergehend geschlossen. Mit der Mobilmachung der Gesamtarmee am 2. September 1939 mussten viele Väter und Söhne einrücken.

Am 4. September wurden kriegswirtschaftliche Massnahmen getroffen wie der Aufruf zur Lebensmittelvorrathaltung. Im Gegensatz zu den Städten blieben bei uns aber die Hamsterkäufe aus.

Mit der zweiten Mobilmachung am 10. Mai 1940 wurde die Bevölkerung von grosser Angst erfüllt und manche zogen in Erwägung, eine Flucht ins Reduit anzutreten.

Die neue Kriegssituation veranlasste die Aufstellung der Ortswehren. Bettlach rekrutierte 62 Männer. Als Unterkunft diente der damalige Tanzsaal im Gasthof St. Urs und Viktor. Die Bewaffnung bestand aus Gewehren 1889. Die Aufgabe bestand vor allem in der Überwachung der Bahngeleise, um allfällige Sabotageakte zu verhindern. Auch die Flurwache gehörte zum Aufgabengebiet, da zunehmend Gemüsediebstähle zu verzeichnen waren.

Ab November 1940 bis September 1944 musste das ganze Dorf verdunkelt werden. Gesellschaftsanlässe waren in dieser Zeit untersagt. Lebensmittel und Treibstoffe wurden knapp, so dass Rationierungskarten eingeführt werden mussten. Ebenso wurde ein Verbot für Fahrten mit Personenwagen erlassen.

Zur Behebung der Lebensmittelengpässe wurde der so genannte „Plan Wahlen“ umgesetzt, damit eine grössere Anbaufläche erreicht werden konnte. Der Fussballplatz östlich des Gasthofes St. Urs und Viktor musste einem Kartoffelacker weichen. Der Gemeinde wurde auferlegt, die Anbaufläche um 97 Hektaren zu erweitern. Die Bauern erbrachten in der Folge einen grossen Mehrarbeitseinsatz. Während der Anbauschlacht mussten viele von ihnen aber auch Militärdienst leisten. Als Ersatz wurden Jugendliche aus Stadt und Land zum landwirtschaftlichen Hilfsdienst aufgeboten.

Bettlach war vom direkten Kriegsgeschehen nicht betroffen. Einquartierungen von Militäreinheiten wie Kavallerie und Infanterie gehörten jedoch zum Alltagsbild. Gegen Ende des Krieges waren Überflüge von alliierten Flugzeugen festzustellen, die die oberitalienischen Rüstungszentren anflogen.

Als am 8. Mai 1945 das Ende des Krieges verkündet wurde, schlossen unsere Fabriken die Tore und aus Dankbarkeit für das Kriegsende liess man die Glocken erklingen. Die nach Kriegsende befürchtete Arbeitslosigkeit trat glücklicherweise nicht ein. Im Gegenteil, es kam zu einem grossen wirtschaftlichen Aufschwung.
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