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Mittwoch, 20. September 2017
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«Bart ist wieder in – das ist meine Spezialität»
von Oliver Menge
(Foto: Oliver Menge)



Liselotte Gunziger feierte das 40-Jahr-Jubiläum ihres Coiffeurgeschäftes «Lady’s & Men’s Barber».


Vor ein paar Tagen sah es im Geschäft von Liselotte Gunzinger anders aus als gewohnt: Vor dem Salon waren Festbänke aufgebaut, im Innern standen auf Partytischen Gläser und Snacks bereit, im Kühlschrank lagerten ein paar Flaschen Wein und andere Getränke. Denn die Geschäftsfrau hatte ihre Kundinnen und Kunden eingeladen, mit ihr das 40-Jahr-Jubiläum zu feiern.

Am 3. September 1976 übernahm die damals 21-Jährige den Herrensalon an der Dorfstrasse in Bettlach. Gleich nebenan, nur durch eine dünne Mauer getrennt, war ein Damensalon. Die gelernte Herrencoiffeuse schnitt schon damals nicht nur einfach Haare, sondern rasierte die männliche Kundschaft auch, stutzte Bärte und Schnäuzer. 1987 übernahm sie zusätzlich das Damen-Coiffeurgeschäft nebenan, durchbrach die Mauer und baute komplett um. Fortan hiess es nicht mehr nur «Men’s Barber», sondern «Lady’s & Men’s Barber». Liselotte Gunzinger hatte zeitweise mehrere Angestellte und bildete auch Lehrlinge aus. Sie selber hatte sich stets weitergebildet und war immer auf dem neusten Stand.

«Die Dinge haben sich über die Jahre stark verändert», sagt sie. Beispielsweise sei es früher üblich gewesen, dass viele Leute vor den Festtagen, vor Weihnachten, Ostern, zu ihr gekommen seien, um sich die Haare zu schneiden oder die Frisuren herzurichten. «Ich hatte immer sehr viel zu tun an diesen Tagen.» Auch der Samstag sei oft stressig gewesen, weil sich die Kunden für den Sonntag hätten zurecht- machen lassen. «Das ist heutzutage viel weniger der Fall. Heute kommen die Leute, wenn sie das Gefühl haben, es sei ‹wider mou noche›.» Das Äussere werde heute nicht mehr so stark gewichtet wie früher.

Die Konkurrenz habe spürbar zugenommen: Waren es anfangs noch drei Coiffeursalons in Bettlach, gibt es inzwischen deren zehn. Und doch laufe ihr Geschäft gut, sagt sie. Denn insbesondere die neue Mode komme ihr entgegen: «Bei den Herren ist Bart in, meine Spezialität ist das Stutzen und Schneiden von schönen Bärten.» Junge Coiffeusen lernten dies nicht mehr spezifisch, denn es gebe seit ein paar Jahren nur noch die Ausbildung zum Damen- und Herrencoiffeur/-coiffeuse. «Ich finde das schade, weil genau diese Spezialisten dann fehlen.»

Moderne Pflegeprodukte sind besser verträglich

Auch sonst habe sich der Beruf gewandelt, insbesondere, was die Produkte angehe, die sie verwende: «Es gab eine unheimliche Verbesserung bei den Pflegeprodukten. Die heutigen Shampoos, Farblotionen und kosmetischen Produkte sind viel besser verträglich, schonender und enthalten viel weniger Chemie als früher.» Gunzinger verwendet seit 15 Jahren dieselben Marken, mit denen sie sehr zufrieden ist.

Sie stellte auf lediglich zwei Produktelinien um, mit denen sie gerne arbeite, wie sie sagt. «Die eine Linie, die Haarpflege- und Färbeprodukte, und die andere, die Kosmetika, haben auch den grossen Vorteil, dass ich Kleinstmengen bestellen kann.» Es gebe andere Anbieter, bei denen man gezwungen sei, beispielsweise gleich ein 12er-Set zu bestellen, auch wenn man nur eine Flasche Farbe, Shampoo oder Pflegespülung benötige. «Das ist Geld, mit dem ich lieber arbeite, als damit deren Lager zu leeren und meines zu füllen.»

Liselotte Gunzinger arbeitet seit zwei Jahren alleine in ihrem Geschäft. Die 61-Jährige, der man das Alter nicht geben würde, denkt noch lange nicht ans Aufhören oder an die Pension. Das Geschäft laufe gut, sie sei gesund, und so lange das so bleibe, gebe es keinen Grund, ihren Salon zu schliessen oder weiterzugeben.


(Quelle: Grenchner Tagblatt, 03.10.2016)
10.10.2016 | Burkhard Corinne
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