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Freitag, 24. November 2017
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Wird auf dem Büelen doch eine Solaranlage gebaut?
von Oliver Menge
(Foto: Patrick Furrer)


Der Gemeinderat Bettlach beschloss, einen neuen Anlauf für eine Photovoltaik-Anlage auf dem Büelen zu wagen.

Ein überparteilicher Antrag wollte vom Rat einen Grundsatzentscheid über die Weiterverfolgung eines Projekts für eine Photovoltaik-Anlage auf dem Büelenschulhaus. Die von der SP-Fraktion eingereichte Solarmotion, welche die Überprüfung wirtschaftlich geeigneter Dächer auf gemeindeeigenen Gebäuden verlangt hatte, war abgeschrieben worden.

Neue gesetzliche Regelungen sprächen für eine erneute Prüfung. Während man früher ausschliesslich mit finanziellen Zuschüssen aus der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) rechnen konnte, bezahlt Swissgrid, die nationale Netzbetreiberin, bei kleineren Anlagen bis zu 30 Kilowatt Peakleistung eine einmalige Investitionshilfe von 20% der Anlagekosten.

Und da man heute die produzierte Energie selber direkt verbrauchen darf, ohne sie ins Netz einspeisen zu müssen, spart man bei den Bezügen der Energielieferanten.

Roger Bitterli von der Firma Helion Solar aus Luterbach rechnete vor, dass eine Anlage bei vergleichsweise niedrigen Investitionskosten von 77'100 Franken innerhalb von spätestens 17 Jahren amortisiert sei und über den Rest ihrer 30-jährigen Lebensdauer der Gemeinde jährlich zwischen 4'000 und 5'000 Franken Energiekosten einspare.

Das brachte Leonz Walker von der SVP in Rage. Die SP sei mit ihrer Solarmotion «abgeschifft» und wolle sich jetzt durch die Hintertüre wieder reinschleichen. Um für eine Solaranlage infrage zu kommen, müsse ein Gebäude in einem energetisch guten Zustand sein, das Dach müsse die nächsten 30 Jahre halten.

Beides treffe beim Büelen nicht zu. Ausserdem hätten die Untersuchungsberichte gezeigt, dass das Dach statisch nicht genüge – eine Aussage, die er allerdings später widerrief. Sowohl Thomas Fessler und Enrico Sansoni von der CVP als auch Andreas Baumgartner und Heinz Randegger von der FDP standen dem Antrag jedoch positiv gegenüber. Randegger brachte es auf den Punkt: «Nachhaltige erneuerbare Energie wird uns die nächsten 50 Jahre beschäftigen.»

Ein Antrag von Patrick Gfeller von der SVP, der ausrechnen lassen wollte, wie das Verhältnis bezüglich Wirtschaftlichkeit einer energetischen Sanierung der Gebäude bezüglich der Wirtschaftlichkeit bei der Stromproduktion aussieht, wurde mit 8 zu 1 Stimmen bei 2 Enthaltungen deutlich abgelehnt. Mit demselben Abstimmungsresultat beschloss der Gemeinderat, das Projekt weiterzuverfolgen.

Längere Musiklektionen

Sandra Friedli, die Leiterin der Musikschule, sagte es deutlich: Das Anliegen der Musikschule und des Bildungsausschusses, neu verlängerte Unterrichtszeiten anzubieten, sei nicht neu. Das Bedürfnis seitens der Eltern, Schüler und Lehrpersonen bestehe seit nunmehr fast 10 Jahren. Bisher bietet die Musikschule Lektionen für Einzelunterricht à 25 Minuten und 50 Minuten an.

Man habe festgestellt, dass 25 Minuten oft zu kurz seien und 50 Minuten tendenziell für jüngere Musikschüler zu lang und für die meisten Eltern nur schwer finanzierbar sind. Der Beitrag der Eltern für 25-Minuten-Lektionen beträgt 650 Franken, für 50 Minuten 1'300 Franken pro Jahr. «Schüler mit Blasinstrumenten müssen sich einspielen können, auch die Fortgeschrittenen. Da reichen die 25 Minuten nicht», so Friedli.

Darum der Antrag, analog zu 14 weiteren Musikschulen im Kanton, neu auch 40-Minuten-Lektionen anzubieten – mit einem Elternbeitrag von 1'040 Franken jährlich. Mit der Einführung könne man mit Staatsbeiträgen von rund 13'000 Franken rechnen und käme zusammen mit den Elternbeiträgen auf eine Nettosumme von 16'600 Franken Mehrkosten. Den Bruttokredit von 39'600 Franken müsste die Gemeindeversammlung noch genehmigen.

Patrick Gfeller von der SVP war der Meinung, dass die Nachfrage nicht besonders gross sei. Die Belegungszahlen der anderen Musikschulen zeigten, dass nur gerade 9% der Musikschüler in Solothurn 40-Minuten-Lektionen besuchen. Bei anderen Fächern, wie beispielsweise dem Schwimmunterricht, den er als wichtiger erachte, interessiere es ja auch niemanden, das Angebot zu erweitern. Folglich solle alles beim Alten bleiben.

Heinz Randegger von der FDP entgegnete, dass man hier bei geringfügigen Kosten einem lang gehegten Bedürfnis entspreche und eine grosse Wirkung erziele. Zumal erwiesen sei, dass sich Musikunterricht positiv auf die Hirnaktivität auswirke und somit auch ein positiver Effekt auf die schulischen Leistungen im Allgemeinen zu erwarten sei.

Der Rat genehmigte den Antrag, neu auch 40-Minuten-Lektionen einzuführen, zuhanden der Gemeindeversammlung mit 8 zu 3 Stimmen.

Neu ab der ersten Klasse

Auch der zweite Antrag der Musikschule und des Bildungsausschusses, Einzelunterricht schon ab der 1. Klasse anzubieten, wurde nach längerer Diskussion vom Rat genehmigt. Insbesondere Leonz Walker von der SVP war dagegen und mutmasste, man wolle sich hier chinesischen Verhältnissen annähern, wo Kinder im frühesten Alter von ihren Eltern zu Höchstleistungen gezwungen würden. Sobald das Angebot bestehe, würden ehrgeizige Eltern ihre Kinder zum Unterricht zwingen, so sein Verdacht. Die Kinder seien dabei nicht glücklich und das Angebot sei übertrieben. Erstklässler seien noch nicht in der Lage zu beurteilen, was ihnen gefalle und was nicht.

Parteikollege Gfeller monierte, dass die Eltern, analog zum Sportunterricht, Eigenverantwortung übernehmen müssten. Die sei ja schon durch die Elternbeiträge gegeben, so Joël Mussilier von der SP. Die Musikschulleiterin erinnerte daran, dass jedes Jahr mehrere Gesuche für Einzelunterricht in der 1. Klasse beim Bildungsausschuss eingingen und man diese bisher kategorisch abgelehnt habe, um kein Präjudiz zu schaffen. Aber das Bedürfnis bestehe zweifellos. Gemeindepräsidentin Barbara Leibundgut sagte, es gebe Kinder, die schon früh ein Instrument spielen wollten. «Und Kinder, die das wollen, sollen auch dürfen.»

Mit 7 zu 2 Stimmen bei 2 Enthaltungen stimmte der Rat dem Antrag zu.

(Quelle: Grenchner Tagblatt, 29.6.2016)

01.07.2016 | Burkhard Corinne
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