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Sonntag, 24. September 2017
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Bettlacher organisieren den Cupfinal
Oliver Menge
(Foto: Oliver Menge)


Am 15. April ist der Strassenhockeyclub Bettlach Veranstalter des Strassenhockey Cupfinal in der Sporthalle Zuchwil. Beim Spiel werden zwei Walliser Team aufeinander treffen.

Eigentlich wäre der SHC Bettlach gerne selber im Final angetreten, doch daraus wurde leider nichts. «Mein Fehler, ich habe schlecht gezogen bei der Auslosung», sagt Ron Bertolla, der Präsident des Nationalliga A-Clubs. Denn im Halbfinal trafen in der einen Partie zwei NLB-Clubs aufeinander, in der anderen Partie musste Bettlach gegen Sierre antreten, das Los hatte so entschieden.

Die «Sierre Lions» sind in der NLA-Tabelle auf dem 5. Platz zu finden, mit zwei Punkten Rückstand auf das viertplatzierte Bettlach. Bettlach verlor das Cup-Spiel am Fasnachtssamstag aber deutlich mit 5:1. Der Weg der Halbfinalisten und schliesslich Finalisten verlief schon so komplett anders als erwartet (siehe separater Artikel). «Aber jetzt haben wir wenigstens kein Helfer-Problem», sagt Bertolla schmunzelnd.

Veranstalter Cupfinal 2017

Der SHC Bettlach hatte sich nämlich bereits vor einem Jahr dafür beworben, den Cupfinal 2017 auszurichten und zu organisieren. Ein Anlass, der nicht nur etwas Geld in die Kasse spült und dem Club die Möglichkeit bietet, sich einem grösseren Publikum zu präsentieren, sondern auch mit viel Prestige verknüpft ist und eine ideale Gelegenheit bietet, den Sport zu promoten. Man rechnete sich natürlich auch Chancen auf eine Finalteilnahme aus.

Der SHC Bettlach erhielt vom Swiss Streethockey Verband den Zuschlag, den «Ochsner Streethockey Cupfinal», so die offizielle Bezeichnung, durchzuführen. «Wir planten zuerst, den Cupfinal hier auf dem Sportplatz Neufeld stattfinden zu lassen. Aber mit 500 Zuschauern, mit denen man mindestens rechnen muss, wären wir mit unserer Infrastruktur überfordert gewesen.» Ausserdem wäre man sehr vom Wetter abhängig. «Wenn es regnet, hätten wir ein Problem», so OK-Chef Simon Ryser. Aus diesem Grund beschlossen die Verantwortlichen, das Event in der Sporthalle Zuchwil durchzuführen.

Seit Anfang September 2016 ist man daran, den Anlass auf die Beine zu stellen. Es wurde sogar eine eigene Webseite kreiert, die man eventuell an einen nächsten Veranstalter weitergeben könnte, so Bertolla.

«Wir haben die Halle gemietet und dürfen die gesamte Infrastruktur nutzen, also alle Buvetten etc.» Und weil man nicht bloss das Finalspiel zeigen will, wenn man schon so einen Aufwand betreibt, findet davor ein offenes Training für Kinder und Jugendliche statt, wo sie unter Anleitung und mithilfe diverser Nationalspieler Streethockeyluft schnuppern können.

«Unter dem Motto ‹kleine Helden treffen Nationalspieler› können Kinder zwischen 6 und 12 Jahren zusammen mit Nationalspielern trainieren und verschiedene Parcours absolvieren. Zusätzlich richten wir auch einen Kids Corner ein, für die ganz Kleinen», so Bertolla.

Spezielle Bedingungen

Zusätzlich zu den Kosten für die Sporthalle habe man einen ansehnlichen Betrag für das Sicherheitskonzept bereitstellen müssen, zumal sich mit den beiden Finalisten zwei Walliser Clubs gegenüberstehen, die sich nicht sonderlich gut gesinnt seien, heisst es. «Nur werden die schon genug damit zu tun haben, sich auf die Bedingungen des grossen Spielfelds einzustellen», sagt Bertolla.

Das Feld misst nämlich 60 x 30 Meter, etwa ein Drittel grösser, als ein normales NLA-Feld. «Die werden viel rennen müssen, und der Belag ist auch sehr, sehr schnell», sagt Ryser. Der Betonboden in der Halle, wo im Winter das Eis drauf liegt, wird mit einem Kunststoffbelag abgedeckt. Und weil man nach NLB-Regeln spiele, seien die Bedingungen für beide Mannschaften komplett neu.

Rund 65 Helfer werden laut OK-Chef Ryser im Einsatz stehen. «Selbst wenn wir es selber in den Final geschafft hätten, wären knapp genügend Helfer zusammengekommen. Jeder hätte einfach noch seine Eltern und seine Grossmutter mitnehmen müssen», meint er lachend.

(Quelle: Grenchner Tagblatt, 07.04.2017)
07.04.2017 | Wyss Sophie
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